Gemeinde Störnstein

as Gebiet um Störnstein war einst Teil des bayerischen Nordgaus, der unter der Leitung der Markgrafen kolonialisiert wurde. An der Besiedelung beteiligte sich auch das Geschlecht der Störe, eine Zweiglinie der Herren von Murach. Murach gehörte zum Einflußbereich der Ortenburger; sicher war die Nebenlinie der Störe daher auch mit den Ortenburgern verbunden. Um deren Einfluß in der nördlichen Oberpfalz wohl zu vermindern, kaufte Herzog Ludwig der Strenge Störnstein auf.

Ein Stör erbaute im 12. Jahrhundert die Burg Störnstein, welche von ihm den Namen erhielt. Ein Chuntz von Stör erscheint nach deren Stammbuch im 10. Turnier vom Jahr 1165 in Zürich, 1170 erscheint ein Stör in einer Urkunde des Klosters Waldsassen und im Jahr 1237 tritt Rupert Stör als Zeuge auf, als Heinrich I. von Ortenburg-Murach und seine Gemahlin Richiza dem Kloster vom heiligen Sixtus zu Regensburg die Pfarrei Schwarzhofen schenken.

Die Herrschaft von Störnstein besitzen in ältester Zeit also die Störe, die dann schließlich Mitte des 13. Jahrhunderts ihre Besitzungen, die zur Burg Störnstein gehören, an die bayerischen Herzöge verkaufen.

Die Störe erscheinen dann später als Pfleger von Regenstauf. Marquard Stör wird 1429 und 1433 bei der Abwehr der Hussiten in Kammerdorf bei Cham und in Hiltersried bei Waldmünchen rühmend erwähnt.

Im Vertrag von Pavia im Jahre 1329 kam die Burg Störnstein und Neustadt, die Stadt, an die Pfalzgrafen. 1353 ließ sich Kaiser Karl IV. Störnstein und Neustadt verpfänden und brachte beide Herrschaften noch im gleichen Jahre ganz in seinen Besitz.

Die Krone Böhmen verpfändete Störnstein und Neustadt dann an die Steinlinger, 1396 an die Pflug von Rabenstein, 1514 an Heinrich von Guttenstein und 1540 an Johann Georg von Heideck. Nach dem Tod des Hans Ulrich von Heideck ging die Herrschaft Neustadt und Störnstein 1562 an das Haus Lobkowitz über.

Die Burg Störnstein, jedenfalls die Burgkapelle, wird noch 1519 durch Sebastian Pflug von Rabenstein benützt. Um 1581 erhalten die Neustädter von der lobkowitzischen Herrschaft die Erlaubnis, die Steine des "öden" Schlosses Störnstein zu dem beabsichtigten Turmbau (Kirche) in Neustadt zu verwenden. Das war das Ende der Burg Störnstein. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wird die Feste als ein "zerfallen Schloß" bezeichnet.

Nach dem 2. Weltkrieg sind, abgesehen von einigen Häusern der Flosser Straße entlang, der Ortsteil Gigl und neuerdings der Ortsteil Steinleite völlig neu entstanden.

Im Rahmen der Gebietsreform wurde die alte Gemeinde Lanz mit den Ortsteilen Lanz, Oberndorf, Wöllershof, Reiserdorf und der Einöde Ernsthof zur Gemeinde Störnstein geschlagen. In neuester Zeit erinnert das 1979 der Gemeinde Störnstein verliehene Gemeindewappen an die Störe. In der unteren Hälfte zeigt das Gemeindewappen das Stammwappen der Herren von Stör, den Löwen in einem von Silber und Rot geteilten Schild.

(Quelle: 50 Jahre OWV Zweigverein Störnstein, Festzeitschrift, Störnstein und die Störe, Seite 11 ff.)

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